Unsere sechs Lieblings-Aktionen für mehr „Wir-Gefühl“ im Online-Team

In vielen Unternehmen findet Zusammenarbeit nicht mehr nur im gemeinsamen Büro statt. Vielmehr lassen sich dank Online-Tools wie Microsoft Teams Projekte völlig ortsunabhängig verwirklichen. Während die Freiheit, beispielsweise aus dem Home Office, dem Zug oder gar einem anderen Land arbeiten zu können bei vielen Arbeitnehmer:innen auf große Zustimmung stößt, birgt sie allerdings auch einige Herausforderungen. So gibt es Teams, in denen sich viele Kolleg:innen untereinander noch nie „live“ gesehen haben, weil ausschließlich online zusammengearbeitet wird. Aber auch in hybriden Teams, deren Mitglieder teils remote und teils im Office arbeiten, findet echter „face-to-face“-Kontakt oft nur noch sporadisch statt. Damit der Zusammenhalt im Team darunter nicht leidet, stellen wir euch heute unsere sechs Lieblings-Aktionen vor, mit denen ihr das „Wir-Gefühl“ in eurem hybriden oder Online-Team stärken könnt.

1. Die geheimen Drillinge

Unsere erste Aktivität eignet sich ideal für einen Kick-Off zu einem neuen Projekt, in dem sich die Teammitglieder besser kennenlernen sollen. Wir nennen das Ganze „die geheimen Drillinge“. Dazu werden im Online-Meeting jeweils drei Personen aus dem Team für 10 Minuten in einen gemeinsamen Breakout-Room geschickt. Aufgabe ist es nun, in dieser Zeit drei Gemeinsamkeiten zu finden. Das könnten etwa gleiche Hobbies, Lieblingsgerichte, bereiste Länder oder vielleicht sogar etwas ganz anderes sein – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die gefundenen Gemeinsamkeiten werden anschließend dem gesamten Team vorgestellt. Aus unserer eigenen Erfahrung können wir sagen: Ihr werdet euch wundern, wie viele spannende oder lustige Ähnlichkeiten sich in Teams finden lassen! Das bietet Gesprächsstoff, lockert die Arbeitsatmosphäre und trägt dazu bei, dass man sich seinen Kolleg:innen gleich ein wenig verbundener fühlt.

2. Speed-Datings

Mit den geheimen Drillingen ist also bereits ein erster Grundstein für mehr „Wir-Gefühl“ im Online-Team gelegt worden. Um daran nun auch nach dem Kick-Off anzuknüpfen, empfehlen wir euch mit einem „Speed Dating“ weiterzumachen. Wie oft sitzt man schließlich in Online-Meetings mit vielen neuen Kolleg:innen und hat am Ende – wenn es gut läuft –  vielleicht noch drei der zehn Namen im Kopf. Es sollte deshalb dafür gesorgt werden, dass jeder mindestens einmal mit jedem aus dem Team persönlich geredet hat. Je nach Größe des Teams soll jedes Mitglied deshalb pro Woche auf ein bis zwei virtuelle „Speed Dates“ mit einem:einer anderen Kolleg:in gehen. Dazu einfach ein kurzes Meeting in Microsoft Teams einrichten. Wer will, kann sich noch einen Kaffee oder Tee machen und dann wird einfach locker gequatscht, es muss hier auf keinen Fall um berufliche Dinge gehen. Wichtig ist nur, jeden seiner Teamkolleg:innen kennenzulernen um sich im Team nicht verloren zu fühlen. Und wie beim echten Date auch, kann an das erste virtuelle Treffen auch in der Zukunft dann gerne immer wieder angeknüpft werden.

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3. Die virtuelle Kaffeepause

Womit wir auch schon bei unserem dritten Tipp sind: die virtuelle Kaffeepause. Im Büroalltag ist der Plausch an der Kaffeemaschine eine gute Gelegenheit, sich mit Kolleg:innen auszutauschen, kurz durchzuatmen und danach mit neuer Energie zurück an die täglichen Aufgaben zu gehen. Im Home Office fällt diese Möglichkeit für ein ungezwungenes „get together“ auf den ersten Blick allerdings weg. Doch unsere Lösung ist ganz simpel. Erstellt bei Microsoft Teams einen privaten Kanal mit dem Namen „Kaffeepause“, in den ihr alle Teammitglieder hinzufügt. Im Kanal selbst kann jedes Mitglied ein „ad hoc“-Meeting starten. Der Vorteil daran: Wird das Meeting im Kanal gestartet, so wird nicht automatisch jedes Mitglied angerufen. Es erscheint lediglich für alle sichtbar ein Kamera-Symbol am Kanal. Dieses signalisiert, dass gerade jemand in der Online-Kaffeepause ist. Wer immer dann auch Zeit und Lust für einen kurzen Break hat, kann sich in das Meeting dazugesellen.

4. Wochenmotto für den virtuellen Hintergrund

Eine weitere Aktion, die wir einem Online-Team gerne für mehr „Wir-Gefühl“ mit auf den Weg geben, ist der Motto-Hintergrund. In Microsoft Teams lassen sich nämlich ganz einfach virtuelle Hintergründe für Online-Meetings einstellen. Hierfür kann man auch eigene Bilder hochladen und verwenden. Legt in eurem Online-Team pro Woche eine Person fest, die das Wochenmotto auswählen darf. Das könnte beispielsweise der Lieblingsfilm, Lieblingsort oder auch die aktuelle Stimmung sein. Jedes Teammitglied wählt dann einen passenden Meeting-Hintergrund. Am Anfang der Woche kann also mit Spannung erwartet werden, welche Hintergründe die anderen gewählt haben. Das sorgt für einen lockeren Start ins Meeting und gibt außerdem eine lustige Basis für Gesprächsstoff. 

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5. Meeting-Chat als Emotionenbarometer

Einen weiteren Tipp von uns für mehr „Wir-Gefühl“ im Online-Team nennen wir gerne das „Emotionenbarometer“. Im Büroalltag merkt man den Kolleg:innen recht schnell an, ob sie heute gut drauf sind oder eher schlechte Laune haben. Schwieriger zu erahnen ist das, wenn man sich nur virtuell im Online-Meeting begegnet. Deshalb schreibt jedes Teammitglied zu Beginn eines Online-Meetings ein Emoji in den Meeting-Chat, welches die aktuelle persönliche Stimmung am besten beschreibt. So lässt sich schnell feststellen, wie die derzeitige Stimmungslage im Team ist. Scheinen beispielsweise viele Teilnehmer:innen gerade mies gelaunt zu sein, kann man gleich zu Beginn des Meetings ansprechen, ob es ein Problem innerhalb des Teams gibt und dies gegebenenfalls klären. Das stärkt die Empathie untereinander und man fühlt sich den anderen im Team auch auf Distanz mehr verbunden.

6. Der „Hallo, ich bin da“ – Chat

Zu guter Letzt ist es unserer Meinung ein dauerhaft eingerichteter Chat sinnvoll, in dem sich jedes Teammitglied kurz morgens anmeldet, mittags Bescheid gibt, wenn Pause gemacht wird und sich abends wieder verabschiedet. Das soll aber keineswegs einer Überwachung oder ähnlichem dienen. Aber würdet ihr euch bei Ankunft im Büro einfach ohne ein „Guten Morgen“ an euren Platz begeben, wortlos in die Mittagspause gehen und zum Feierabend niemandem „Tschüss“ sagen? Wohl kaum. Der Chat dient dazu, dass sich alle abgeholt fühlen und man einen Überblick hat wer heute da und ansprechbar ist. So geht im Online-Team niemand verloren.

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